Ein Konzert nur für Frauen in Afghanistan 


Mazar-e Sharif, 21 September 2010, 04.30 pm: – Mazar-e Sharif witnessed a historical event – First ever in the latest history a concert was dedicated to women only. Farhad Darya, the national idol and Afghanistan’s Peace Ambassador performed a heartbreaking concert on the stadium of the Sultan Razia High School.He rocked Mazar with his songs. “Give us a Peace of Peace! Give us a Peace of Love!” … His world famous song “Salaamalek” was repeated by more than 15,000 young girls and women. Since many years he is motivating the young generation to unite, to strengthen their self esteem, and build peace with his music, particularly his song “Atan”, The young ladies will never forget, that their greatest celebrity recognizes them as the future of Afghanistan. They sang, danced, screamed, broke the security lines and approached the stage: They completely forgot, where they are and just enjoyed the moment.The concert took place in a former Taliban Headquarter, a place, where they used to execute people, particularly women. He opened the concert with the words: “I have greatest respect for so much suffered Afghan women. They never caused any war fire, but they are burning themselves because of us, men!”The show got a wide national and international media attention due to its unique character. international TV stations, photographers and camera teams covered the show and it will be broadcast worldwide. After his concert in Herat last week this was the second concert on his tour “Life is Beautiful!”, performed in Afghanistan. Farhad Darya’s journey will continue and his peace caravan will cover more provinces.

 

 


 

SELIS – Frauen Beratungszentrum / Diyarbakir

SELIS – Kadin Danismanlik Merkezi / Diyarbakir


Das Frauen Beratungszentrum SELIS wurde im April 2002 von zwei Frauen gegründet. SELIS ist eine unabhängige Fraueninstitution. Die inzwischen ca. 40 mitarbeitenden Frauen, darunter Anwältinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Lehrerinnen, Hausfrauen, Studentinnen, Psychologinnen, Soziologinnen stellen ihre Arbeit fast alle ehrenamtlich zur Verfügung. 10 Frauen arbeiten Vollzeit für SELIS; andere, die Berufstätig sind oder Kinder haben, stellen ihre Arbeit in den verschiedenen Bereichen Teilzeit zur Verfügung.
 

Zu den Arbeitsschwerpunkten von SELIS gehört Beratung von Frauen und das Vermitteln von Wissen, die Bildung von Frauen. Viele Frauen stehen in ökonomischer Abhängigkeit vom Mann und der Familie, verfügen über keine Schulbildung und können weder lesen noch schreiben. Sie haben somit kaum Möglichkeiten, einen Beruf zu ergreifen, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen oder auch selbständig ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Ziel ist es, Frauen in sozialer, kultureller, ökonomischer und rechtlicher Hinsicht zu informieren und eine verstärkte Teilnahme von Frauen am sozialen Leben voranzutreiben. Wissen ist für die Identität, das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit von Frauen sehr wichtig.



Rechtsberatung und Seminare:
Rechtsberatung wird durch Rechtsanwältinnen der Anwaltskammer kostenlos geleistet. Frauen die Opfer häuslicher, oder staatlicher Gewalt wurden, werden von den Anwältinnen auch in Prozessen vertreten.

Gesundheitsberatung- und Seminare:
Gesundheitsseminare über Schwangerschaft, Menstruation, Menopause, Krebs (Gebärmutter- und Brustkrebs), Familienplanung, Hygiene werden durchgeführt. Dabei wird auf Prävention und Möglichkeiten der Selbsterkennung von Symptomen wert gelegt. Viele Frauen haben aus ökonomischen Gründen keine Möglichkeit eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Die Seminare werden in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer – Diyarbakir durchgeführt.

 

Seminare zu Kindererziehung:
Die Gewaltstruktur, die Anwendung von Gewalt in der Gesellschaft ist sehr groß und drückt sich auch in der Familie aus, bzw. wird in der Erziehung weitergegeben. Um die Gewaltmechanismen abzubauen werden Seminare und Beratung in Kindererziehung abgehalten.

 

Seminare zur Frauen – Männer – Rolle:
Seminare über Themen wie „Frauenfreiheit, was ist das“ werden abgehalten. Weitere Themen sind Feudalismus - gesellschaftliche Stellung der Frau, finanzielle Abhängigkeit, etc.. Inhalte und Form der Seminare und Kurse werden, entsprechend dem Hintergrund, sozialer Stellung und Fragen der beteiligten Frauen gestaltet.

 

 

Alphabetisierungskurse:
SELIS führt in Zusammenarbeit mit der Stadtverwal-tung (Stadtteil Baglar) und der Mutter-Kind Gesund-heitsstiftung Diyarbakir (Diyarbakir Ana Çocuk Sagligi Vakfi) seit Dezember 2003 im Stadtteil Baglar Alphabetisierungskurse durch. In Baglar leben viele Flüchtlinge. Die an den ersten Kursen teilnehmenden 50 Frauen sind im Alter zwischen 15 und 45 Jahren.
Hintergrund der Bildungsinitiativen ist, dass 45,8 % aller Frauen in der Region überhaupt keine Schulbildung erhalten, da Mädchen meistens nicht oder nur für kurze Zeit in die Schule geschickt werden. Ein großes Problem ist, dass Frauen durch unterschiedliche Gründe in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind und somit oft keine Möglichkeiten zum Austausch haben. Oft haben sie auch kein Fahrgeld. Daher werden Seminare im Stadtteil Baglar, in dem viele arme Menschen leben, durchgeführt.

 

Nähwerkstatt - Schneiderei:
Die Schneiderei- und Teppichwerkstatt wurde im Juni 2002 gegründet. In der Schneiderei werden traditionelle Kleider verschiedener kurdischer Regionen hergestellt. Darüber hinaus werden auf Bestellung alle Arten von Kleidung genäht. Aus der Teppichproduktion haben sich die Frauen wieder zurückgezogen, da es nicht genügend Absatz gab. Der Erlös der Nähwerkstatt ist für einzelne Frauen eine Verdienstmöglichkeit. Darüber hinaus können durch den Erlös der Schneiderei die Unkosten der SELIS – Frauenberatungsstelle, wie Miete, etc. getragen werden.

 

Planung von Frauenschutzhäusern:
Angesichts der gesellschaftlichen/familiären Gewalt gegen Frauen sind Frauenschutzräume eine dringende Notwendigkeit. Die Planung von Frauenschutzhäusern ist innerhalb verschiedener Frauenorganisationen derzeit in Diskussion. Die Unterstützung der Stadtverwaltung wäre nicht nur eine finanzielle Notwendigkeit sondern auch Nötig um die Sicherheit von Frauenschutzräumen gewährleisten zu können. (Die einfache Übertragung von Modellen z.B. von Frauenhäusern in Deutschland ist nicht möglich, da die gesellschaftlichen Bedingungen in Kurdistan ganz anders sind.)

Planung von Eröffnung weiterer Frauenzentren in anderen Städten Kurdistans:
Da sich mittlerweile Frauen aus verschiedenen Städten und Dörfern an SELIS und andere Frauenberatungszentren in Diyarbakir wenden und der Bedarf groß ist, planen die Frauen für die Zukunft weitere Frauenberatungsstellen in anderen Städten zu eröffnen, beispielsweise in Urfa.

 

Beteiligung an Initiativen der Frauenplattform Diyarbakir:
Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Frauenorganisationen hat sich in den letzten Jahren inten-siviert. Frauen verschiedener Frauenberatungsstellen, Initiativen, Gewerkschaften und Parteien arbeiten in der Plattform zusammen um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten und z.B. notwendige Gesetzesänderungen und deren Anwendung zum Schutz von Frauen zu erreichen.
Zwei Beispiele zeigen, daß Frauen nicht mehr bereit sind zu schweigen. Nach der Tötung einer 16-jährigen jungen Frau durch Familienangehörige (Sogenannte Strafe zur Rettung der Ehre der Familie) im November 2003, als auch beim sexuellen Übergriff gegen eine politisch aktive kurdische Frau durch Zivilpolizei im Dezember 2003 gingen hunderte von Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Bildung auf die Straße, um gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren und ihre Rechte als Frauen einzufordern.
Auch bei Initiativen für Frieden sind die Frauen in der Frauenplattform zusammengeschlossen. Beispiele sind hierbei die Initiative „Tisch zum Dialog für Frieden“, oder die Beteiligung an der Fahrt nach Silopi (Stadt an der irakischen Grenze) als Friedensinitiative gegen den Irakkrieg.


„SELIS“ bedeutet im sumerischen Sprachgebrauch „Helligkeit“. Auf Persisch bedeutet „SELIS“
„den Weg zeigen“. In diesem Sinne gebrauchen die Frauen den Namen:

SELIS: IN UNSERER DUNKLEN WELT, EINE TÜRE DIE SICH ZUM LICHT ÖFFNET !...

SELIS: KARANLIK DÜNYAMIZDA ISIGA AÇILAN KAPI !....

Für den Bericht wurden Informationen aus Gesprächen mit Mitarbeiterinnen von SELIS, der Broschüre „Situation von Frauen in Kurdistan“ und Zeitungsartikel aus Özgür Politika zusammengefasst.
Februar/April 2004, Britta Wente


http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/hintergrund/frauen/kurdFrau/027.htm

  

 


 

 

Laqiya Women's Association, Israel

Das Beduinendorf Laqiya liegt im Norden der Stadt Beer Sheba in der israelischen Negevwüste. Die Laqiya Women's Association wurde 1996 gegründet, um den Status von Beduinenfrauen in der beduinischen und in der israelischen Gesellschaft zu verbessern. Die Organisation geht davon aus, dass Frauen in wichtigen Bereichen einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der beduinischen Gesellschaft leisten können. Sie will Frauen konkrete Fortschritte in ihrem eigenen Leben ermöglichen und für ihre Rechte auf politischer Ebene arbeiten. Zusätzlich fördert das Projekt die Zusammenarbeit von Jüdinnen und Beduinenfrauen in Israel.

Um die Lebensumstände von Frauen zu verbessern hat die Laqiya Women's Association unterschiedliche Arbeits- und Fortbildungsmöglichkeiten für Frauen geschaffen. Die Organisation wird von Frauen geleitet, die mit den Bedürfnissen und Problemen der Beduinengesellschaft vertraut sind. Diese sprechen sich bei der Planung der unterschiedlichen Arbeitsschritte u.a. auch mit auswärtigen Handarbeitslehrerinnen, Sozialarbeiterinnen oder Krankenschwestern ab.

 

 

Arbeits- und Forbildungsmöglichkeiten

”Stickereien aus der Wüste”

 

In diesem Projekt, welches den Namen "Desert Emboridery" (engl. Wüstenstickereien) trägt, werden von den Frauen Accessoires wie Taschen, Bettbezüge, Läufe und Kleidung hergestellt, die mit traditionellen beduinischen Mustern bestickt und an TouristInnen verkauft werden. Für ihre Arbeiten in der Stickereiwerkstatt erhalten die Frauen ein Taschengeld. Es bietet Frauen die Möglichkeit, ein Beschäftigungsverhältnis aufzunehmen, zugleich werden sie mit Vermarktungsstrategien und dem dafür notwendigen technischen Know-How vertraut gemacht. In den Räumen, die das Stickereiprojekt beherbergen, besteht zusätzlich ein Angebot für Kurse über Familiengesundheit, Ernährung und Frauenrechte. Das Projekt bietet derzeit Arbeitsmöglichkeiten für 160 Frauen aus Laqiya und der näheren Umgebung und arbeitet daran, Frauen langfristig ein eigenes Einkommen zu sichern.

 

Bildung für Beduinenfrauen
Die Organisation bietet zwei Sprachkurse an, die über acht Monate hinweg wöchentlich von ca. 30 Frauen besucht werden. Dort können Frauen Lesen und Schreiben der arabischen und hebräischen Sprache erlernen. Die Kenntnis der hebräischen Sprache ist nicht nur wichtig, um ein Arbeitsverhältnis außerhalb des Dorfes aufzunehmen, sondern wird auch gelehrt, um mit jüdischen Gruppen in Dialog treten zu können.

Unterricht für junge Frauen in den Bereichen Organisation und Management
Ziel dieses Projektes ist es, jungen Frauen ein Bewusstsein für ihre Rechte als Frauen in der beduinischen Gesellschaft zu vermitteln. Sie lernen in den Kursen, eine Gruppe anzuleiten und Verantwortung zu übernehmen.

Die fahrende Bibliothek
 

 

Die in einem Lastwagen untergebrachte Bibliothek fährt verschiedene Dörfer rund um Laqiya an und versorgt vor allem Kinder mit Lesestoff. Oftmals bringen Kinder ihren Müttern die Bücher mit nach Hause. Die Bibliothek ist ein wichtiges Bildungsmedium, da Geld für Bücher in wenigen Familien vorhanden ist.

 

http://frauenrechte.de/online/index.php?option=com_content&view=article&id=267:laqiya-womens-association-israel&catid=39:foerderprojekte-im-ausland&Itemid=150

 

 

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