Weltweit fliehen Frauen

 

*vor Krieg und seinen besonderen Auswirkungen auf Frauen

 

*vor Zwangsverheiratung

 

*vor Genitalverstümmelung

 

*vor politischer Verfolgung

 

*weil in ihren Heimatländern Homosexualität und jede sexuelle Identität, die von der vorgeschriebenen Heteronormativität abweicht, verfolgt und bestraft wird

 

*weil sie in ihren Heimatländern kein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben

 

*weil sie nur durch die Flucht aus der Armut ihre Kinder ausreichend ernähren können

 

 

Das FrauenFluchtNetz wurde im Frühjahr 2001, als Arbeitsgruppe zur Unterstützung des Istanbuler Frauenrechtsbüros „Rechtliche Hilfe für Frauen, die von staatlichen Sicherheitskräften vergewaltigt oder auf andere Weise sexuell missbraucht worden sind“ gegründet.

Die bekannte Menschenrechtsanwältin Eren Keskin aus Istanbul gründete 1997 dieses Büro gemeinsam mit anderen Rechtsanwältinnen.

 

Durch Informationsveranstaltungen über dieses Projek t-  u.a. war Eren Keskin persönlich, zusammen mit einigen ihrer Klientinnen, in Tübingen,  um von der Arbeit zu berichten - und durch finanzielle Hilfe (Soliparties....) versuchte das FrauenFluchtNetz (FFN) diese Arbeit zu unterstützen.

 

Inzwischen haben wir unsere Themengebiete erweitert, so haben wir uns unter anderem mit folgenden Themen  beschäftigt:

-       Frauenfluchtgründe und Traumatisierung als Asylgrund

-       Situation in den Heimatländern der betroffenen Frauen. Hier beschäftigen wir uns aber nicht nur mit den Bedingungen, vor denen Frauen fliehen, sondern auch mit der Frage, wie Frauen vor Ort handeln, um die gegebenen Situationen zu verändern und  ihr Leben selbst zu bestimmen. Vertreterinnen einer Frauen-beratungsstelle in Diyarbakir/Kurdistan  haben uns z.B. besucht und von ihrer sehr beeindruckenden Arbeit berichtet.

-       Begleitung für Asylbewerberinnen – hier unterstützten wir beispielsweise konkret  eine Frau aus Kamerun, die wegen ihrer lesbischen Beziehung fliehen musste.

-       Thema „Integration“: Mit Filmen und Erzählcafés versuchen wir gemeinsam mit MigrantInnen  uns dem Thema „Integration als gemeinsamerr Entwick-lungsprozess“ zu nähern

 

 

 Die zur Zeit gern hergestellte Verbindung  von Islam, Islamisten,   Terror und Frauenunterdrückung macht die Arbeit für und mit MigrantInnen zu einer dauernden Gratwanderung.

Themen wie Zwangsverheiratung, Ehrenmorde,  Genitalverstümmelung usw. müssen wir als Menschenrechtsverletzungen und patriarchale Unter- drückungsmechanismen benennen. Gleichzeitig dürfen wir damit aber nicht  der Stigmatisierung von MigrantInnen als unzivilisiert, rückständig und gefährlich zuarbeiten.

Wir möchten auch dazu beitragen, dass MigrantInnen nicht nur als passive Opfer gesehen werden. Sie sind oft aktive Kämpferinnen für ihre Rechte (auch das kann ein Fluchtgrund sein) und wo nötig und uns möglich möchten wir sie dabei unterstützen.

 

Immer weniger AsylbewerberInnen schaffen es hierher. Trotzdem wird nach wie vor ein Bedrohungsszenario der Deutschland überrollenden  Flüchtlinge gezeichnet.

Was von der Öffentlichkeit kaum bemerkt wird, sind unmenschliche Abschottungsmaßnahmen außerhalb der Grenzen, wie sie die EU-Organisation FRONTEX durchführt. Die Mauer geht nicht mehr durch Deutschland, die Mauer ist rings um Europa.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer
FrauenFluchtNetz Reutlingen/Tübingen
Flyer.pdf [ 22.4 KB ]

  

 

 

 

 

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